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Dreiklangpolyeder

Daniel Borchmann

Mathematik und Musik haben und hatten schon immer viel miteinander gemeinsam und oft entsprechen schöne geometrische Formen auch wunderbaren Tonfolgen. Der deutsche Mathematiker August Ferdinand Möbius (1790–1868) beschrieb in einer im Jahr 1861 erschienenen Arbeit, dass man Töne in Form eines Polyeders auffassen kann. Damit wollte er die geometrische Struktur, die den Harmonien zu Grunde liegt, hervorheben. Die praktische Umsetzung hat er jedoch niemals vorgenommen. Diese führte erst Prof. Bernhard Ganter durch. Dabei erschuf er die Figur, die heute im Erlebnisland zu sehen ist.

An diesem Exponat gibt es viel Mathematisches und Musikalisches zu entdecken. Der Turm selbst besteht aus fünf übereinandergestapelten Oktaedern, deren Ecken den Tönen und deren Flächen den harmonischen Dreiklängen entsprechen. Dabei erklingen bei Dreiecken mit der Spitze nach oben stets Dur-Dreiklänge und bei den Dreiecken nach unten stets Moll-Dreiklänge. Bei Kanten des Polyeders kann man Terzen und Quinten hören und wenn man eine lange Kante von unten nach oben entlang geht, so erklingt eine Teil des Quintenzirkels.

Durch die geometrische Struktur sind aber nicht alle Töne der Tonleiter als Ecken vorhanden. Trotzdem kann man auf dem Dreiklangpolyeder Musikstücke spielen, so zum Beispiel den Hexenritt aus Humperdincks Hänsel und Gretel.