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Sektion 17
Dienstag, 19.09.2000, 16.30–16.50 Uhr, WIL B 321

E. W. v. Tschirnhaus (1651 – 1708): Notizen zu einem Mathematik-Lehrbuch

Dieter Bauke, Gera

Während seiner Studien in Leiden (1668–1675) fertigte Tschirnhaus verschiedene Manuskripte an mit der Absicht, ein Lehrbuch der Algebra zu erarbeiten. In diesen Notizen verarbeitete er verschiedene Autoren (so Vieta, Descartes, de Graaf, Kinckhuysen). Tschirnhaus versuchte eine einheitliche Darstellung der klassischen Mathematik, insbesondere ihrer Methoden.

In der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften zu Görlitz befinden sich verschiedene Manuskripte zur Algebra aus dieser Zeit, dazu als Vorarbeiten weitere Texte und Sammlungen von Übungsaufgaben.

Nach seinen Studien und Gesprächen in London und Paris (1675–1676) läßt Tschirnhaus das Projekt fallen. Das gesammelte Wissen wird überarbeitet. In seinem Hauptwerk entwickelt er das Programm einer Mathematik in drei Stufen: „geometrische Mathematik“ – „historische Mathematik“ – „algebraische Mathemathik“.