Das klassische Theorem von Carathéodory besagt, dass zur Erzeugung von Elementen konvexer Hüllen
im d-dimensionalen Raum jeweils höchstens d + 1 Punkte zur Darstellung ausreichen. Das wurde von
Bárány verallgemeinert: Liegt ein Punkt in d + 1 konvexen Hüllen, etwa in den konvexen Hüllen
von D1, ..., Dd+1, so kann er schon konvex durch geeignete x1, ..., xn mit xi
Di dargestellt
werden. Zu Beginn stellen wir kurz einen eigenen Zugang zu Bárány’s Theorem (und einer
Verallgemeinerung von Hellys Theorem) vor. Im zweiten Teil wird studiert, wie die angemessene
Verallgemeinerung auf unendlich-dimensionale Räume X aussehen könnte. Die “richtige” Fassung des
Helly-Bárány-Theorems für beliebige X lautet so: Sind Cn, n = 1, ... Familien abgeschlossener konvexer
Teilmengen einer beschränkten Teilmenge eines Banachraums X, so dass für ein geeignetes
positives
0 alle
C
Cn(C)
leer sind für
<
0, so gibt es Cn
Cn mit
n(Cn)
= Ø für
alle
<
0; dabei bezeichnet (C)
die Menge aller x, für die der Abstand zu C höchstens
ist.