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Sektion 17
Montag, 18.09.2000, 14.30–14.50 Uhr, WIL B 321

Mathematiker/innen auf dem Wege zum Beruf - eine Analyse von 3040 Berufsverläufen

Renate Tobies, Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik, Kaiserslautern

Im Vortrag werden Resultate des von der Volkswagenstiftung geförderten Projekts ”Frauen in der Mathematik. Berufsverläufe unter geschlechtsvergleichender Perspektive” präsentiert. Es werden die Wege von Frauen und Männern analysiert, die Mathematik im Hauptfach studierten. Die Analyse beruht auf den Personalblättern preußischer Lehrerinnen und Lehrer (geb. ab 1880), die ein Staatsexamen in Mathematik absolvierten (eine Diplomprüfungsordnung gab es erstmals 1942). In der Stichprobe sind auch in Mathematik Promovierende und Personen mit weiterführenden Berufskarrieren enthalten (Beispiel: Personalblatt von Helmut Hasse). Die Quellen ermöglichen Aussagen über Sozialisation, Schulbildung, Studium, Nebenfächer, Promotion, Berufsverlauf bis ca. 1942. Die Stichprobe erfasst einen repräsentativen Anteil der Mathematik-Abschließenden des Untersuchungszeitraumes. Der Frauenanteil beträgt über den gesamten Zeitraum 15,2%. Die Daten werden mit Ergebnissen einer repräsentativen Befragung von Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 1998 verglichen.