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Sektion 
Dienstag, 19.09.2000, 14.00–14.20 Uhr, WIL C 107

Mathematische Strukturen für Information und Kommunikation

Bernhard Ganter, TU Dresden, Institut für Algebra

Die Möglichkeiten für den Austausch von Informationen und Wissen, die die Informationstechnik bietet, sind eindrucksvoll. Mit den wachsenden Möglichkeiten steigen aber auch die Ansprüche, beispielsweise an die Suchfunktionen. Zu wenig lässt sich mit aussagenlogischen Verknüpfungen von Suchwörtern ausdrücken. Raffiniertere Sprachmittel der mathematischen Logik sind nicht ohne Weiteres einsetzbar; stattdessen etablieren sich für die inhaltsreichere Internetkommunikation Formate wie RDF, XML und KIF, die aber noch viele Wünsche offen lassen.

Die Schwierigkeiten, anspruchsvolleres Wissen über das Netz kommunizierbar zu machen, liegen nicht allein in der Vieldeutigkeit und Ungenauigkeit menschlicher Sprache. Dann müsste ja z. B. mathematisches Wissen besonders netztauglich sein; bemerkenswerterweise gibt es aber nur wenige befragbare Quellen mathematischen Wissens im Netz.

Es scheint, dass die erforderlichen Sprachmittel erst noch entwickelt werden müssen. Die Verlässlichkeit mathematischer Methodik ist dabei unumgänglich, sie muss mit den Anforderungen an Kommunizierbarbeit vereinbar gemacht werden. Dafür werden mathematische Strukturen entwickelt. Der Autor gehört einem solchen Forschungsprojekt an und berichtet über diese Ansätze.