Im Quadrat Q = {(x, y) : |x| <
, |y| <
} sei eine konvexe Umgebung V des Ursprunges O gegeben, in
dem zwei konvexe Kurven K1 und K2 durch O einen ’Sektor’ A begrenzen. Gegeben sei weiter eine auf
Q reellwertige integrierbare Funktion f, die auf A und V \ A glatt ist, aber in O eine Sprungstelle besitzt
und für die die Variationen der Funktionen f(., y) und f(x, .) für alle y bzw. x im Intervall [-
,
]
gleichmäßig beschränkt sind. Dann zeigen die Partialsummen Sn,n(f) der Fourierreihe von f in
der Umgebung von O für n
ein Gibbssches Phänomen, das nur von den Steigungen
der Randkurven K1 und K2 sowie von den Sprungniveaus von f im Ursprung bezüglich A
und V \ A abhängt. Es äußert sich in der Existenz einer auf R2 definierten nicht-konstanten
Grenzfunktion
