Sprachvergleich: Qualitative Methoden

Lehrveranstaltung an der TU Dresden im Sommersemester 2004

Prof. Bernhard Ganter

Donnerstags, 6. DS, WIL-B122

Die Lehrveranstaltung begann mit dem Fotokopierexperiment 2004. Die Ergebnisse des Experimentes liegen jetzt vor. Alle Teilnehmer der Lehrveranstaltung, aber auch andere Interessierte, sind aufgefordert, an der Interpretation mitzuwirken. Man kann das als eine Art Wettbewerb auffassen.

Das Fotokopierelement lief folgendermaßen ab: Der Dozent brachte ein Fotokopiergerät in den Hörsaal mit sowie ein Blatt Papier, welches mit 21 Wörtern beschrieben war. Von diesem Blatt wurde eine Kopie gemacht und beide Blätter ins Publikum gereicht mit der Aufforderung, einige der Wörter durch neue zu ersetzen. Dazu wurden die Wörter überklebt und die jeweilige Stelle dann neu beschriftet. Welche Wörter geändert wurden, wurde nicht vorgegeben. Die so geänderten Blätter wurden ihrerseits wieder kopiert und in je zwei Kopien erneut ins Publikum zum Ändern gegeben. So wurde fortgefahren. Nach einiger Zeit herrschte im Hörsaal einiges Durcheinander, und im Nachhinein kann niemand genau rekonstruieren, was wirklich passiert ist. Jedenfalls wurden immer wieder Blätter kopiert und erneut geändert. Schließlich kamen sechzehn Blätter zurück. Sie sind alle in mehreren Modifikationszyklen aus dem Anfangsblatt entstanden, aber wie genau, ist nicht mehr klar.

Die Herausforderung besteht nun darin, anhand der Ergebnisse den gesamten Vorgang und insbesonderen das Ausgangsblatt wieder zu rekonstruieren. Das soll nur aufgrund der sechzehn Ergebnisblätter geschehen. Wert gelegt wird dabei insbesondere auf eine beweiskräftige Argumentation.

Mittlerweile gibt es ein halbwegs komplettes Vorlesungsskript im .pdf-Format. Kapitel 9 ist allerdings noch nicht ausgearbeitet.