Programmier- und Bedienungshandbuch – 1 Das Konzept von Mutabor

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1.  Das Konzept von MUTABOR

Es gibt eine Fülle verschiedener Konzepte mikrotonaler Kompositionstechnik. Nahezu jeder Komponist hat ein eigenes Tonsystem und eigene Intonationsvorschriften. Die Tatsache, dass bis heute noch keine standardisierte Notation für Mikrotöne von allen Komponisten und Musikwissenschaftlern akzeptiert wird, lässt auf die ausgesprochene Vielfalt auf diesem Gebiet schließen.

Bei der Planung von MUTABOR wurde versucht, möglichst vielen Komponisten, Instrumentalisten und Musikwissenschaftlern ein Instrument in die Hand zu geben, das sich durch größtmögliche Flexibilität auszeichnet. Das Konzept, mit dem man dies realisieren kann, ist die Entwicklung einer möglichst universellen Programmiersprache zum Programmieren von Tonsystemen und Stimmungslogiken. Der Anwender kann sich die Stimmung seines Instrumentes ohne großen Aufwand individuell programmieren. Dies erspart den Bau vieler verschiedener Spezialinstrumente, ist kostengünstig und zeitsparend.

Durch die Möglichkeit, mit MUTABOR hochwertige Sampler ansteuern zu können, ist eine Klangqualität zu erreichen, die weit über die Qualität synthetischer Instrumente, die bisher zur Erzeugung von Mikrotönen gebaut wurden, hinausgeht. Die handelsübliche Hardware gestattet momentan eine Intonationsgenauigkeit, die (je nach Instrument) immerhin zwischen 0,8 und 2,4 Cent liegt (Ein Cent entspricht einem Hundertstel eines gleichstufig gestimmten Halbtones).

MUTABOR ist einfach zu bedienen und ohne große Spezialkenntnisse nutzbar. Sie benötigen weder Programmierkenntnisse, noch benötigen Sie Hardwarekenntnisse. Es wird lediglich vorausgesetzt, dass Ihnen die grundlegende Bedienung des Computers bekannt ist. Sie sollten also wissen, wie man den Rechner ein- bzw. ausschaltet. Die „Maus“ sollte bekannt sein, ebenso wie das Einlegen einer Diskette in das Diskettenlaufwerk und das Starten eines Programms. Diese Kenntnisse können Sie dem entsprechenden Bedienungshandbuch des Computers entnehmen.

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Mittwoch, 29. März 2006, 13.51 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit