Programmier- und Bedienungshandbuch – N – Tonales Netz

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D.3.  N – Tonales Netz

Diese mutierende Stimmung ermöglicht es, in immer reinen Dur– bzw. Mollakkorden zu spielen. Der Computer erkennt die Akkorde und intoniert Terzen und Quinten rein3 . Das dieser mutierenden Stimmung zugrunde liegende Prinzip ist das „Wandern im tonalen Netz des (2,3,5)-frei erzeugten Tonsystems“. Man hört jeweils einen rhombusartigen Ausschnitt aus dem zweidimensionale Tonnetz (nach rechts sind reine Quinten, nach oben reine Terzen aufgetragen), wobei der aktuelle harmonische Grundton im Zentrum des Rhombus steht:

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Das System wird auf C-Dur initialisiert. Es werden immer genau die Töne gespielt, die innerhalb des Rhombus liegen. Wird nun eine andere Tonalität gespielt, z.B. ein D-Dur-Dreiklang, so verschiebt sich der Rhombus, so dass sein Mittelpunkt über dem Ton D liegt. Dies bedeutet, dass gewisse Töne umgestimmt werden müssen, nämlich alle, die nicht in der Schnittmenge beider Rhomben liegen. Das wiederholte Spielen gewisser Kadenzen, z.B. C–d–F–G–C bewirkt somit eine immer weitere Entfernung vom Ausgangspunkt, was an einem deutlich hörbaren „Absinken“ der Stimmung zu bemerken ist (immerhin etwa einen Viertelton pro Kadenz).

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Mittwoch, 29. März 2006, 13.51 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit