Programmier- und Bedienungshandbuch – Das Periodenintervall

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5.1.4.  Das Periodenintervall

Bisher haben wir nur einen kleinen Ausschnitt der Klaviatur mit Tönen, d.h. Frequenzen belegt. Wir benötigen also noch eine Art Reproduktionsvorschrift, wie man aus der FT die komplette Frequenzbelegung der Klaviatur berechnen kann. Dies geschieht mit einem einzigen Parameter, dem „Periodenintervall“. Gewöhnlicherweise soll die Struktur der Fundamentaltonleiter blockweise wiederholt werden, und zwar um ein bestimmtes Intervall verschoben. Dieses Intervall nennen wir das „Periodenintervall“. Somit haben wir nun alle vier Parameter besprochen, die ein Tonsystem definieren. Diese sehr einfache Definition des Begriffes „Tonsystem“, die zunächst aus einer Verallgemeinerung des Begriffes der Tonleiter entstanden ist, bietet dem Anwender bereits eine unglaubliche Vielfalt an Möglichkeiten, das Instrument zu stimmen. Selbstverständlich gibt es darüber hinaus noch statische mikrotonale Strukturen, die sich nicht in dem Schema Verankerungstaste – Töne – Periodenintervall einordnen lassen, solche Systeme lassen sich aber behelfsweise durch ein Tonsystem mit der Breite der gesamten Klaviatur programmieren, so dass wirklich jede Taste eine individuelle Frequenz zugewiesen bekommt. Glücklicherweise basieren die meisten herkömmlichen Tonsystemstrukturen auf unserem Prinzip der „Fundamentaltonleiter“ und sind somit sehr leicht zu realisieren. Die folgende Grafik soll noch einmal den Aufbau eines Tonsystems aus den vier Parametern Verankerungstaste, Töne, Breite und Periodenintervall veranschaulichen:

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Mittwoch, 29. März 2006, 13.51 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit