In Andernach hat mir Hans Gruber eine Reihe von Aufgaben aus der Niemannschen Hilfsmattsammlung gegeben, um meine eigene Zyklussammlung zu vervollständigen. Bei Sichtung des Materials ist mir aufgefallen, daß Hilfsmattdreizüger, bei denen nicht alle Zugebenen von Zykluszügen belegt sind, recht selten sind. Um tiefer auszuloten, was in dieser speziellen Zyklusgruppe möglich ist, werde ich im folgenden kurz genauer erklären, worum es geht, die mir bekannten Aufgaben vorstellen und ein kleines Kompositionsturnier zum Thema ausschreiben.
Wenn man einen Hilfsmattzyklus vor sich hat, dann sind es meist Aufgaben wie 1 oder 2, in denen alle Zugebenen (einer Farbe) durch Zykluszüge belegt sind. Viele der h#3er mit weißem Zyklus sind nach einem einfachen Strickmuster komponiert: man suche sich drei Mattbilder und stelle die weißen Steine so auf, daß zyklisch einer Matt gibt und die anderen zwei Fluchtfelder decken. Einziges Problem ist dann nur noch, die Zugfolge eindeutig zu machen, und vielleicht zusätzlichen Inhalt einzuflechten. Bei h#2ern (zumindest mit 3 Themafiguren) ist es meist etwas schwieriger, da man sich etwas für den Themastein einfallen lassen muß, der nicht zieht.
Worum es mir in diesem Artikel geht, sind gewissermaßen Darstellungen von h#2-Zyklen im h#3er, sprich in jeder Lösung treten nur zwei statt drei Themazüge auf. Das kann in der 1. und 2. Zugebene (Dia. 3, 4, 5, 6, und 7) sein, zwischen 1. und 3. (kein Beispiel im Artikel), zwischen 2. und 3. (8, 9) oder gar in sich zyklisch: 1./2., 2./3. und 3./1. in der 1., 2. bzw. 3. Lösung (ebenfalls kein Beispiel). Interessant ist dabei, wie der `freigewordene' Zug mit Leben gefüllt wird. Aufgaben 2-9 zeigen einige Möglichkeiten.
Gefordert werden h#3 (Märchenfiguren/bedingungen erlaubt), mit Zyklen weißer oder/und schwarzer Züge, die jedoch nicht alle Zugebenen belegen, d. h. pro Lösung gibt es nur 2 Zyklusthemazüge. Beispielaufgaben finden sich in obigem Artikel (Diagramme 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 9).
Preisrichter ist der alte harmonie-Herausgeber Torsten Linß.
Einsendungen werden bis 30. 4. 1997 erbeten an Rolf Wiehagen, Leiblstraße 22, D-12435 Berlin.