Im kommenden Abschnitt soll es langsam um die Gestaltung der Skripte gehen. Das heißt, wie lassen sich die Ergebnisse geeignet ausgeben bzw. wie kann man die gewünschten Variablen vom Nutzer selbst variieren lassen ohne, dass dieser das Skript dafür öffnen muss, um etwas darin zu ändern. Das Prinzip ist Ihnen sicher vertraut, da es schon bei einer Anmeldung auf einer Website oder dem Login ihres Computers genutzt wird, auch wenn dies hier in stark vereinfachter Form vorliegt. Sie erhalten z.B. auch da die Aufforderung einen Namen und ein Passwort einzugeben mit denen der PC dann arbeitet ohne dass sie in einer Datei etwas umschreiben müssen.
So etwas lässt sich auch in den Skripten über einen neuen Befehl namens input realisieren. Wie bisher ist es auch hierbei notwendig sind an die Konventionen zu halten, die matlab vorschreibt. Das heißt die Verwendung des Befehls muss in einem bestimmten Syntax erfolgen.
Möchte man nun also dem Nutzer die Wahl lassen wie eine Variable aussieht, gibt man ihr nicht wie bisher einen festen Wert vor, sondern definiert sie in der Form: a = input('');
Damit weiß matlab nun, dass die Variable über die nächste Eingabe im Command Window definiert wird. Führt man diesen Befehl aus, wie oben geschrieben, erscheint wie im Bild nichts weiter.

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Gibt man jetzt eine Zahl ein, zeigt einem das Programm an, dass a jetzt diesen Wert hat.

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Aber dies ist immer noch keine benutzerfreundliche Eingabe, da der User nicht weiß, was die Variable überhaupt aussagt oder was gemacht werden soll. Um dies zu spezifizieren kann man in die beiden Hochkommas einen beschreibenden Text setzen. Damit sieht der Befehl vollständig wiefolgt aus: a = input('Bitte geben Sie einen dreikomponentigen Vektor ein: ');
Führt man diesen Befehl einmal aus so erscheint die Frage erneut im Command Window und man kann die Anforderung erfüllen.

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Die Nutzung dieser Befehle im Command Window ist jedoch relativ sinnfrei und sollte nur zur Veranschaulichung dienen, was dieser Befehl bewirkt. Zum eigentlichen Gebrauch dieser Variante öffnen Sie daher ihr Skript "Test" und ersetzen eine der von Ihnen definierten Variablen durch einen entsprechenden Input-Befehl.

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Führen Sie anschließend das Skript erneut aus und Sie werden feststellen, dass ihre Anfrage nach der Variablen erfolgt.


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Geben Sie diese wie gefordert ein, erfolgen die anderen Befehle nach und nach. Die Ergebnisse in denen diese Variable verwendet wird, richten sich nun immer nach der Eingabe des Nutzers.

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Auf diese einfache Weise lässt sich ein Skript von festgeschrieben Werten auf Nutzereingaben umschreiben. Nun fehlt nur noch eine entsprechende Form der Ausgabe, um dem Nutzer seine Ergebnisse zu präsentieren.

News

01. April 2015 | Grundversion verfügbar

Inhalt:

Marcus Bether, Michael Klöppel

Technische Umsetzung:

Marcus Bether, Michael Klöppel

Kontakt:

Jörg Wensch
E-Mail: